Medizinische Expertise und Pioniergeist

In jahrelanger Zusammenarbeit haben sich Dr. Peter Baum und Sohn Christof Baum einem Ziel verschrieben: Das Tragen hoher Schuhe zu optimieren.

Die vielfältigen Ursachen dafür, dass herkömmliche High Heels Schmerzen verursachen und ungesund sind, lassen sich klar benennen: Ungleichmäßige Gewichtsverteilung im Schuh, fehlende Abrollbewegung, mangelnde Stabilität, Umknick-Gefahr, Störung der Mikrozirkulation durch Einengung des Vorfußes.

Um diese komplexen Probleme zu lösen, haben Vater und Sohn eine Reihe technologischer Maßnahmen aus den Fachbereichen Sportmedizin, Orthopädie, Schuhtechnik sowie Hightech-Materialien ergriffen und neu kombiniert. Nach zwei duzend Prototypen und 1600 Teststunden entstand ein erstklassiges Produkt, das sich sehen lassen kann: Ein auf 11 Elementen basierender, eleganter High Heel – der Schmerzen erheblich reduziert und damit die potenzielle Tragedauer um Stunden verlängert.

Das Herzstück jedes Maison Baum-Schuhs: Unser integriertes Fußbett

High Heels mit Fußbett für bessere Balance

Im Kern eines jeden Maison Baum-Schuhs verbirgt sich Dr. Baums orthopädisches Fußbett – das Ergebnis aus über 35 Jahren sportmedizinischer Erfahrung.

Dabei wurden Wirkmechanismen orthopädischer Einlagen für flache Schuhe speziell auf High Heels angepasst. Ein fast unsichtbares Fußbett verteilt so das Körpergewicht gleichmäßiger im Schuh. Der gesamte High Heel ist im Sandwichverfahren um diese patentierte Technologie konstruiert und darauf abgestimmt.

Die patentierte Oberflächenstruktur des Fußbetts basiert auf anatomischen Stützkissen, die ein nach vorne Rutschen des Fußes im Schuh dank einem raffinierten Drei-Punkte-System verhindern. Zunächst wird die Ferse wie in einer Mulde gehalten und stabil gefasst. Eine zweite Fixation unterstützt das Fersenbein, den größten Knochen im Fuß. Gleichzeitig werden im dritten Fixationsbereich die Metatarsalköpfchen entlastet, wodurch das fußeigene Quergewölbe, das üblicherweise in High Heels einsinkt, seine natürliche Form bewahrt.

Im Rahmen von 3D-gedruckten Testserien wurden diese drei Komponenten so verknüpft, dass ihre optimale Funktion bei ca. 80% der Füße auch ohne individuelle Anpassung gewährleistet ist.

Dank des hohen Innovationsgrades kam das Team Maison Baum 2017 in den Genuss der WIPANO-Patentförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, das besonders technologieintensive Entwicklungen beim Patentierungsprozess unterstützt. Mittlerweile haben wir unsere für bequeme High Heels elementaren Fußbetten in über 8 Ländern geschützt (zum Patent als pdf).

Der Fuß als Gliederkette

Da der menschliche Bewegungsapparat wie eine hochkomplexe Gliederkette funktioniert, bedarf es freilich mehr als eines speziellen Fußbettes.

So kann ein sportmedizinisch ausgeklügeltes Innenleben im High Heel zwar die ansonsten nicht vorhandene Abrollbewegung unterstützen und den Gang stabilisieren, jedoch keine Mikrostöße auf die Gelenke reduzieren. Das Fußbett stabilisiert den Fuß im Schuh. Wenn der Schuh aber so eng ist, dass die Zehen keinen Platz haben, hilft auch das beste Innenleben nichts. Wenn der Absatz nicht exakt in der anatomischen Beinachse positioniert ist, bleibt der Auftritt trotz bestem Fußbett unsicher. Was bringt die Luxussanierung eines Gebäudes in den oberen Stockwerken, wenn das Fundament nicht hält?

Nur ein umfassendes Gesamtkonzept führt zum gewünschten Erfolg

Deshalb zählt für uns nur das Gesamtkonzept. Ein leistungsfähiger Motor benötigt auch ein leistungsstarkes Chassis. Das Chassis des High Heels besteht u.a. aus exakt in der Beinachse positionierten Absätzen mit schockabsorbierenden Absatzflecken, aus speziell Halt-gebenden und anatomisch angepassten umgreifenden Fersenpolstern sowie aus rutschfesten Schuhsohlen.

Im September 2021 stellte Maison Baum von Ledersohlen auf Laufsohlen aus Elastomer um, der aus recyceltem Gummi und Lederresten gewonnen wird und deutlich wasserabweisender und haltbarer als Leder ist. Die TPU-Einsätze in der Sohle sorgen für rutschfesten Halt und Stabilität im Stand – damit Sie sich „im Schuh zurücklehnen können“, egal wie lange die Veranstaltung dauert.

 

 

Die Karosserie unserer Schuhe wird aus dem weichsten und anschmiegsamsten Ziegenleder, das auf dem Markt erhältlich ist, gefertigt. Dank einer sorgsam zwischen Optik und Gehkomfort ausbalancierten Passform bietet sie ausreichend Innenvolumen, um die Mikrozirkulation des Vorfußes nicht unnötig stark zu beeinträchtigen.

An den meisten Modellen von Maison Baum lassen sich verschiedene Riemchen mittels Schlaufen über den Fersen einführen. Sie sorgen nicht nur für optische Variabilität, sondern bieten bei Bedarf auch mehr Halt.

Im Auto führen fehlende Stoßdämpfer zu vorzeitigem Verschleiß. Deshalb bestehen Absatzflecken bei Maison Baum aus einem Bi-Komponenten-Material – außen hart, innen weich. Bereits beim ersten Bodenkontakt wird auf diese Weise das Sprunggelenkt entlastet, was sich vor allem bei längerem Tragen bemerkbar macht.

Jeder Schuhleisten wird vor der Produktion von zwei deutschen, voneinander unabhängigen Ingenieurbüros gegengeprüft. Bevor dieser freigegeben wird, durchlaufen alle Komponenten mehrere Testgänge unter unserer persönlichen Kontrolle.

Wie beim Zusammenbau eines guten Autos, das mehr ist als seine Einzelteile, sind wir besonders stolz auf dieses Zusammenspiel unserer Schuhe, die darauf abzielen, den Bewegungsapparat gesamtheitlich zu entlasten. Diverse Körperteile sollen weniger leicht verschleißen und der Zeitpunkt, an dem das Tragen von High Heels unangenehm wird, deutlich hinausgezögert werden. Ein Maison Baum-Heel ist somit nicht nur ein Invest in Ihre Garderobe, sondern gleichzeitig Prophylaxe für Beschwerden in Füßen, Knien, Beinen, Hüften, und Rücken.

Messbare Ergebnisse

1 - Gleichmäßigere Gewichtsverteilung

 

Um die Wirksamkeit unseres „Therapieansatzes“ zu überprüfen, haben wir bei gleicher Absatzhöhe herkömmliche High Heels mit Maison Baum-Heels mit integriertem Fußbett verglichen. Dabei setzten wir die aus der Orthopädieschuhtechnik stammende dynamische Impulsmessung ein, bei der eine hauchdünne Sohle im Schuh Gewichtsbelastung und Abrollbewegung misst und zugleich plantare (unterseitige) Druckverteilung sowie bewegungsabhängige Belastungszonen am Fuß anzeigt.

Physikalische Gesetze lassen sich nicht aushebeln

Beim Auto folgt aus einer fehlerhaften Achsenvermessung eine einseitige Abnutzung der Reifen, die Fahrer und Insassen gefährdet. Beim Fuß ist es genauso. Wirkt über einen längeren Zeitraum Kraft einseitig auf den Vorfuß, werden zahlreiche Elemente unseres Bewegungsapparats in Mitleidenschaft gezogen.

Am Maison Baum-Heel (Abb. oben links) ist die Belastung beim Gehen im Fersen- und Vorfußbereich gleichmäßiger als im herkömmlichen High Heel (Abb. oben rechts) verteilt. Dies resultiert aus der im Fußbett eingebauten Stütze des Fersenbein-Knochens. Während Druckmessungen beim herkömmlichen High Heel ein Belastungsverhältnis zwischen Ferse und Ballen von ca. 80:20 aufweist (beträgt, zeigen die Druckmessungen), beträgt dasselbe beim Maison Baum-Heel (Verhältnisse von) ca. 60:40. Bei normalen High Heels treten die größten Druckwerte unter dem Großzehengrundgelenk auf. Dies ist u.a. Folge der Überstreckung des beweglichen ersten Mittelfußstrahles und einer gestörten Balance des Fußes, der zu stark auf der Innenseite abrollt. Deshalb zielt die Schuhkonstruktion Maison Baum auf maximale Entlastung am Großzehengrundgelenk, das minimiert Schmerzen und ist gleichzeitig eine effektive Prävention gegen die Hallux Valgus- und Spreizfuß-Entwicklung.

Durch unsere Schuhkonstruktion erzielen wir die größtmögliche Entlastung am Großzehengrundgelenk, wo viele Frauen im Laufe der Zeit einen schmerzhaften Spreizfuß bzw. sogenannten Hallux Valgus entwickeln. Beim herkömmlichen High Heel erkennt man maximal erhöhte Druckwerte unter dem Großzehengrundgelenk. Diese entstehen unter anderem, weil der Fuß zu stark auf der Innenseite abrollt und damit die Balance gestört ist. Dagegen warten Maison Baum-Heels mit deutlich reduzierten Druckwerten am Großzehengrundgelenk auf!

Niemand zieht gerne einen Schuh an, bei dem Schmerzen vorprogrammiert sind. So leidet Christofs Schwester bereits seit dem 17 Lebensjahr an entsprechenden – in High Heels besonders schnell auftretenden – Vorfußschmerzen, da sie die Großzehenfehlstellung des Vaters geerbt hat. Vorfußschmerzen beim Tragen konventioneller High Heels, v.a. bei Großzehenfehlstellung, standen daher stets im Fokus unserer Arbeit und sind umso wichtiger zu lindern, weil sich hier Mikrotraumen am Knorpel, Arthrosen und Fußfehlstellungen besonders schnell ausbilden. Vielen betroffenen Frauen hier Abhilfe schaffen zu können, macht uns stolz!

2 - Stabileres Stehen

Statische Messung verzeichnet mikroskopisch kleine Ausgleichsbewegungen der Muskulatur und des Sprunggelenks, um das Gleichgewicht im Schuh zu halten – je dünner der Absatz, desto größer der Balanceakt. Beim konventionellen High Heel dokumentiert die statische Messung eine anhaltende Herausforderung der Trägerin zur Ausbalancierung. Diese Belastung wirkt sich, wohlgemerkt, bereits im Stand auf Gelenke sowie insbesondere Fuß und Rücken aus. Beim Maison Baum-Heel sieht man sehr deutlich ein stabiles sagittales Lot in der Beinachse (roter Punkt) sowie eine geringere Bewegung in der Balance beim Stehen.

Während ein konventioneller High Heel also permanente Balancearbeit erfordert, stehen Probandinnen im Maison Baum-Schuh entspannt und ruhig. Kundinnen berichten häufig von einem Gefühl des „Sich-zurücklehnen-könnens“.

3 - Sicheres Gehen

Dynamische Messungen belegen, dass sich die Schuhkonstruktion Maison Baum auf die Entlastung des Vorfußes auswirkt.

Die gewichtsrückverlagernde Abstützung im Fußbett gewährleistet ein gleichmäßigeres Abrollen des Fußes von Ferse bis zur Großzehe. Die Abrolllinie verläuft dabei mittig und im Vergleich geordnet.

Beim herkömmlichen Schuh erscheinen im Vorfuß Torsionsbewegungen, die den Fuß und die Gelenke belasten. Der konventionelle High Heel führt zur Valgisierung des Fersenbeines. Die Ferse tritt nicht stabil auf und dreht sich beim Auftritt leicht nach außen. Dieser mit bloßem Auge kaum wahrnehmbare Unterschied ist indes hauptverantworlich für Umknicken und unsicheres Laufgefühl: „In solchen Schuhen kann ich nicht laufen“.

Der Maison Baum-Schuh bietet eine optimierte Fersenstellung beim Auftritt und fördert damit ein stabileres Gangbild. Das Sprunggelenk wird stabilisiert und das Knie entlastet.

Im sogenannten tabellarischen Phasenverlauf werden Verhältnis von Auftritt-Abstütz-Abstoß-Bewegung und Schwungphase ablesbar.

Bei herkömmlichen High Heels indiziert der lange, blaue Balken 90% Belastung im Vorfußbereich – leicht erkennbar am typischen „Trippelschritt“. Durch den fehlenden Fersenauftritt kann der Fuß nicht richtig abrollen. Zu möglichen Langzeitfolgen zählen Schäden am Sprunggelenk, Knie, Hüfte, Wirbelsäule und Kopfschmerzen.

Beim Maison Baum-Heel erscheinen hingegen ein roter, blauer und orangener Balken. Im Vergleich zu flachen Schuhen ist die Auftrittsphase zwar geringer, gleichwohl aber vorhanden – weshalb grundsätzlich von einem Gangbild gesprochen werden kann, das jenem mit flachen Schuhen ähnelt.

In welchen Designs wir die o.g. Technologie eingebaut haben, sehen Sie unter Alle Schuhe.

Mehr über unseren Herstellungsprozess und Nachhaltigkeitsansatz.